Herunterfahren von Windows verhindern mit Desktop Central Free Edition
Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 12:43 Uhr
In diesem Blog-Artikel wird Schritt für Schritt erklärt, wie die Funktion "Computer herunterfahren" in einem Netzwerk für einen oder mehrere Benutzer aktiviert werden kann. Dafür wird Desktop Central verwendet, eine Desktop Management Software der Zoho Corp., mit der man bis zu 25 Clients kostenlos verwalten kann.
Zuerst behandelt dieser Artikel die Installation des Servers und erläutert die ersten und für die gewünschte Konfiguration notwendigen Einrichtungsschritte. Anschließend wird ein Überblick über weitere Computer- und Benutzerkonfigurationen gegeben.
Installation und Inbetriebnahme von Desktop Central
Über die deutschsprachige Website von Desktop Central (http://www.manageengine.de/produkte/helpdesk/remotemanagement/uebersicht.html) gelangt man über Klick auf "Download" oebn rechts zur Downloadseite des Herstellers. Nach dem Herunterladen und Ausführen der Installation startet sich der Server automatisch und ist über einen beliebigen Browser unter der IP-Adresse des Installationsrechners und der Portnummer 8020 standardmäßig erreichbar: z.B. "http://localhost:8020"
Anmelden und Installieren des Agenten
Bei der ersten Anmeldung können die hinterlegten Anmeldedaten für den Benutzer "Admin" benutzt werden. Desktop Central erkennt den ersten Login und führt durch die Erstkonfiguration. Durch Klicken auf "Add Domain" gelangt man zur Eingabemaske der Domäne. Hier kann man zwischen Arbeitsgruppen- und AD-basierter Konfiguration auswählen. Letzteres findet man wohl häufiger im Heimnetzwerk vor, während ersteres einen eingerichteten Domain Controller erfordert. Wichtig ist dann, dass der Admin User auch vollen Zugriff auf alle Rechner der Arbeitsgruppe oder der AD-Domäne hat.

Nach der Eingabe der Daten überprüft Desktop Central selbstständig deren Gültigkeit und trägt sie erst in die Datenbank ein, wenn sie valide sind. Kann die Domäne im lokalen Netzwerk gefunden werden, listet Desktop Central die gefunden Computer unter "Select Computer" auf. Hier wählt man die gewünschten Einträge aus, die dann auf der rechten Seite unter "Selected Computers" erscheinen.

Durch Auswählen der Option "Start agent installation immediately" installiert Desktop Central nach Klick auf "Done" automatisch einen Agenten auf jedem ausgewählten Rechner. Dieser ist notwendig, um die Einstellungen auf den Rechnern durchzuführen und regelmäßig die Inventaränderungen aufzuzeichnen.
Sind diese Schritte erfolgreich gewesen, wurde auf jedem der ausgewählten Rechner der DC Agent installiert und ein entsprechendes Icon erscheint auf den Rechnern in der Systemleiste. Durch Doppelklick darauf öffnet sich dann z.B. folgendes Fenster:

"Herunterfahren verhindern" konfigurieren
Über "Configurations" in der Hauptnavigation im oberen Teil der webbasierten Server-Oberfläche kommt man durch Klicken auf "Select & Define Configuration" im Prozessbaum zur Auswahlseite der Konfiguration. Neben den "Templates", die vordefinierte Konfigurationen anbieten, kann man im Reiter "Configuration" eine eigene Konfiguration auswählen, die Parameter nach eigenen Wünschen anlegen sowie verändern und dann die Konfiguration einsetzen. Neben Drucker-, Firewall- und Patcheinstellungen stehen hier auch planbare Aufgaben zur Verfügung.
Durch Klicken auf "Security Policies" gelangt man zu einem weiteren Menü, das detailerte Einstellungsoptionen darstellt:

Zuerst ist es notwendig, der Konfiguration einen passenden Namen zu geben. Für diesen Fall kann z.B. "Herunterfahren deaktiveren Config" verwendet werden. Im zweiten Schritt heißt es nun die gewünschten Aktionen auszuwählen. Wie man hier sieht, bietet Desktop Central eine große Menge an Konfigurationen. Vielleicht nicht auf den ersten Blick findet man auf der linken Seite unter "Start Menu and Taskbar" die gewünschten Optionen:

Durch Auswählen der Kästchen "Add logoff to the start menu" und "Remove and prevent access to the shutdown command" ordnet Desktop Central die beiden Kommandos den "auszuführenden Konfigurationen" zu. Nach Angabe der entsprechenden Benutzer, Gruppe, OU (für AD-basierte Administration) oder Domäne gelangt man nun zum letzten Schritt der Konfiguration. Desktop Central fragt an dieser Stelle ab, wann die Aktionen ausgeführt werden sollen: Entweder beim Hochfahren des Computers oder bei der nächsten Anmeldung eines der betroffenen Benutzer.
Fazit
Auch wenn Desktop Central kein Werkzeug ist, das einem jeden Schritt abnimmt und die Konfigurationszeit auf Null verringert, liegt der Vorteil auf der Hand: Als Administrator möchte ich entscheiden, wie und wann etwas für wen geändert wird. Desktop Central bietet dazu viele notwendige Einstellungen und macht den Gebrauch der Kommandozeile genauso wie eigens geschriebener Skripte nahezu überflüssig. Zudem eignet sich Desktop Central nicht nur zur Konfiguration von Windows, z.B. indem es erlaubt, USB-Geräte zu deaktiveren, Startskripte auszuführen oder allgemin Änderungen an der Registry vorzunehmen. Auch Software- und Patchinstallationen lassen sich automatisiert für die Windows-Rechner ausführen. Darüber hinaus erstellt Desktop Central ein umfassendes Hard- und Softwareinventar, das auch Netzwerkeinstellungen, Fesplattennutzung und angeschlossene wie auch installierte Geräte aufdeckt. Mehr Informationen zum Funktionsumfang von Desktop Central findet sich hier > Software- und Patchmanagement Software Desktop Central