Kiosk-Modus zum Sperren von Apps auf Mobilgeräten

Mit dem Kiosk-Modus von Mobile Device Manager Plus können IT-Administratoren die Zugriffsmöglichkeiten auf mobilen Geräten auf eine oder wenige spezifische Apps einschränken. Der Anwender kann dann nur die ausgewählte(n) App(s) nutzen und keine weiteren Anwendungen installieren. Auch die vom Administrator vorkonfigurierten Geräteeinstellungen lassen sich auf diese Weise vor unbefugten Änderungen schützen.


Anwendungsbereiche für Kiosk-Modus und Single App Lock

Die Funktionen „Kiosk-Modus“ und „Single App Lock“ eignen sich vor allem für Endgeräte, die nur einen einzigen Nutzungszweck erfüllen sollen und daher nur wenige spezifische Apps benötigen. So stellen Unternehmen im Gastgewerbe oder Einzelhandel ihren Mitarbeitern beispielsweise oft eigene Geräte für die Bestandsverwaltung, die Bestellungsannahme oder den Front-End-Verkauf zur Verfügung. In diesen Fällen sollte der App-Zugriff beschränkt werden, um die Geräte- und Datensicherheit zu gewährleisten.


Die wichtigsten Features des Kiosk-Modus:

  • Schnelle App-Bereitstellung:
    Vorinstallierte, gekaufte oder eigene Apps lassen sich mit wenigen Klicks in das App-Repository der Geräte hinzufügen und dann bereitstellen. Sobald die neue Richtlinie auf den Geräten ausgerollt wird, werden die Apps entweder im Hintergrund oder von den Anwendern installiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Anwender Zugriff auf den entsprechenden App-Store hat oder nicht. 

  • Einfache Bereitstellung:
    Falls in Ihrem Unternehmen mehrere Geräte im Kiosk-Modus für verschiedene Aufgaben wie POS, Digital Signage etc. eingesetzt werden, können Sie diese in Gruppen zusammenfassen. Anschließend können Sie für jede Gruppe eigene Richtlinien erstellen und auf den entsprechenden Geräten ausrollen. 

  • Web-Services als Kiosk-Applikationen:
    Viele Unternehmen verwenden nach wie vor Web-Anwendungen/-Dienste, die nur über Browser aufgerufen werden können. Das kann im Kiosk-Modus zu Problemen führen, da Browser nicht gerade einfach zu verwalten sind und möglicherweise zu Sicherheitsverletzungen führen können. Mit Mobile Device Manager Plus können Sie Web-Anwendungen daher zunächst als Web-Verknüpfungen bereitstellen. Diese „Shortcuts“ sehen für den Anwender ähnlich aus wie Apps, bieten aber den Vorteil, dass Sie die Browser-Funktionalität einschränken können. Der Benutzer kann den Browser nicht außerhalb der Web-App nutzen oder grundlegende Browser-Funktionen nutzen. 

Übrigens: Mobile Device Manager Plus integriert sich auch in Zoho Creator, einer Low-Code-Anwendungsentwicklungs-Software, die die Erstellung und Verteilung von Webanwendungen weiter vereinfacht.

  • Granulare Gerätesteuerung:
    Viele Geräte lassen sich im Kiosk-Modus für Digital Signage verwenden, d.h. zum Abspielen von kurzen Videos oder Bild-Diashows in Dauerschleife. Mobile Device Manager Plus bietet Ihnen für diese Geräte detaillierte Kontrollmöglichkeiten. So können Sie sicherstellen, dass Sie Tasten wie den Home-Button, den Lautstärkeregler usw. deaktivieren und/oder grundlegende Gerätefunktionen wie die Touch-Funktionalität, die Statusleiste usw. einschränken können.

  • Test neuer App-Versionen:
    Updates von Apps können manchmal zu Funktionalitätsproblemen führen, beispielsweise, wenn die App nicht mehr mit dem Gerät oder dem Betriebssystem kompatibel ist. Gerade bei Apps auf Geräten im Kiosk-Modus sollten Updates vor dem Rollout in einer Testumgebung überprüft werden – so können Sie einen unterbrechungsfreien Service für Anwender oder Kunden sicherstellen. Mit Mobile Device Manager Plus können Sie neue App-Versionen auf bestimmte Geräte oder -gruppen im Kiosk-Modus verteilen und so testen, ob sie auch im Kiosk-Modus reibungslos funktionieren. Ist dies der Fall, können Sie sie in der Produktionsumgebung einsetzen.

  • Nahtlose App-Updates:
    Nach dem Test von Apps können Sie App-Updates mit Mobile Device Manager Plus einfach auf Geräten im Kiosk-Modus bereitstellen. So lassen sich die Apps beispielsweise außerhalb der Arbeitszeit aktualisieren und Produktivitätsverluste vermeiden. 

  • Betriebssystem-Updates automatisieren:
    Mit Mobile Device Manager Plus können Sie Updates von Betriebssystemen automatisieren und planen, wobei Sie steuern können, wann das Gerät aktualisiert werden muss. Sobald Sie diese Richtlinie konfiguriert haben, erfolgen alle nachfolgenden Betriebssystem-Updates auf der Grundlage der zugehörigen Richtlinie.

  • Einfache Remote-Fehlerbehebung:
    Probleme mit Kiosk-Geräten lassen sich dank unbeaufsichtigtem Fernzugriff einfach beheben: Sie können das Gerät fernsteuern, sich den Gerätebildschirm anzeigen lassen oder Remote-Chat-Befehle ausführen – so können Sie beispielsweise den Kiosk-Modus vorübergehend unterbrechen. Nachdem Sie den Kiosk-Modus beendet haben, können Sie das Problem beheben und das Gerät wieder in den Kiosk-Modus versetzen. 

  • Schnelles Geräte-Audit:
    Mit Mobile Device Manager Plus können Sie sich grundlegende Gerätedaten direkt in der Konsole anzeigen lassen, die Sie auch beim Asset-Management unterstützt. Falls Sie ein physisches Audit durchführen wollen, müssen Sie den Kiosk-Modus allerdings vorübergehend anhalten, um die Daten abzurufen. In einem solchen Szenario können Sie mit Asset Tagging die grundlegenden Gerätedetails auf dem Sperrbildschirm anzeigen lassen, so dass sichergestellt ist, dass der Kiosk-Modus nicht deaktiviert werden muss, um Geräteinformationen anzuzeigen.

  • Zusätzliche App für Geräteeinstellungen:
    Es gibt Fälle, in denen die Gerätebenutzer Zugriff auf grundlegende Einstellungen benötigen, um beispielsweise die WLAN-Verbindung zu ändern. Um sicherzustellen, dass Anwender den Kiosk-Modus nicht deaktivieren können, bietet Mobile Device Manager Plus einen Workaround: Über eine benutzerdefinierte App können Sie Grundeinstellungen wie WLAN, Taschenlampe, Bildschirmausrichtung etc. konfigurieren. So können die Anwender bestimmte Einstellungen ändern, ohne Zugriff auf die Systemeinstellungen zu haben. 

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